Z 24 – Zerstörer 1936 A

Der Zerstörer 1936 A ähnelte dem Zerstörer 1936 weitgehend, war aber bei gleichem Tiefgang länger und breiter. So wurde eine Verdrängung von bis zu 3.753 Tonnen erreicht. Der Bunkerinhalt wurde auf 820 Tonnen vergrößert. Eine weitere Änderung waren die 15-cm-Geschütze: statt fünf 12,7-cm-Einzellafetten wurden nun drei Einzellafetten und eine Doppellafette mit 15 cm eingesetzt. Das hohe Gewicht des Doppelturms hatte ein starkes Eintauchen des Vorschiffs im Seegang zur Folge, was bei hoher Geschwindigkeit in rauer See große Wassermengen auf dem Deck zur Folge haben konnte. Außerdem waren die Türme nicht wasserdicht, was häufige Kurzschlüsse nach sich zog. Ein weiterer Nachteil war, dass die 45 kg schwere 15-cm-Granate per Hand geladen wurde, was die Feuergeschwindigkeit gegenüber dem 12,7-cm-Geschütz erheblich verringerte. Die lange Wartezeit bis zur Auslieferung des Doppelturmes verzögerte den Einsatz und wurde gleichzeitig für den Einbau modernerer Ausrüstung genutzt. Wie bei den meisten Schiffen wurde die Fla-Bewaffnung vervielfacht. Eine weitere Änderung war die Namensgebung: die Boote erhielten nur noch Nummern (Z 23 bis Z 30), aber keine Namen mehr. Die gesamte Bauserie aus Zerstörer 1936 A und dem nachfolgenden, nur geringfügig abgeänderten Mobilmachungstyp Zerstörer 1936 A (Mob) wurde zu Erinnerung an den Kampf um den gleichnamigen Erzhafen auch „Narvik-Klasse“ genannt. Alle acht Einheiten baute ebenfalls die AG „Weser“ in Bremen.

Z 24Z 24 in der Biskaya , Öl auf Leinwand, 30 x 40cm

Der Zerstörer „Z 24“ war das zweite Boot des Typs 1936 A. Das Boot war komplett hellgrau gestrichen, die Geschütze waren dunkelgrau. Anfang 1941 wurde am vorderen Mast dicht unter der Kreuzrah ein Heuler angebracht. Im Sommer 1941 erhielt der Zerstörer für den Einsatz in der Biskaya einen Tarnanstrich. Auf diesem Gemälde ist der Zerstörer noch mit einem 15,0-cm-L/48 Tk C/36 in Einzellafette ausgerüstet. Im Herbst 1942 erhielt das Boot auf der Back zwei 15-cm Geschütze in Doppellafette. Außerdem wurden weiße Bugwellen und Heckseen aufgemalt.  Allerdings erwies sich der Doppelturm als zu schwer ( mit Unterbau 65 t ), so das sich die Seeigenschaften der Zerstörer stark verschlechterten. Da der Verdrängungsschwerpunkt, bei allen dt. Zerstörern sowieso schon zu weit vorne lag, nahmen die Vorschiffe durch den Einbau des Doppelturmes sehr viel Wasser über, welches den Waffeneinsatz stark behinderte , worauf bei stärkerem Seegang mit der Geschwindigkeit heruntergegangen werden musste

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